06.12.2015 Vierter Spieltag: Nächste Niederlage

Unsere Erste musste leider die nächste Niederlage einstecken. In Hattersheim wurde deutlich mit 2,0:6,0 verloren. Es standen nur 7 Spieler zur Verfügung. Matthias Zwack und Bernd Donner fehlten. Gerd Kronenburg rückte aus der Zweiten hoch.

Nur Heinz-Gerhard Kuckuk konnte seine Partie gewinnen. Andreas Bonsen und James Beerbower remisierten.

Jetzt gilt es im neuen Jahr die notwendigen Punkte gegen den Abstieg zu holen, was gegen dann schwächere Gegner sicherlich möglich ist.

Roland Schmidt

22.11.2015 Dritter Spieltag: 5,0:3,0 bei Eppstein 2

Am dritten Spieltag gab es endlich den ersten Sieg. Die rote Laterne wurde nach dem Sieg bei Eppstein 2 abgegeben.

James, Heiko und Ersatzmann Matthias Hanak gewannen ihre Partien. Andreas, Bernd, Heinz Gerhard und Thorsten erreichten ein Remis.

Roland Schmidt

08.11.2015 Zweiter Spieltag: R1 gegen R2 2,5:5,5 !!

Am 2 Spieltag stand in der MTS Liga der mit Spannung erwartete Kampf von Raunheim 1 gegen Raunheim 2 an.

An den ersten 7 Brettern war die erste Mannschaft DWZ-mäßig klar besser und an Brett 8 saß mit Ayman der aktuelle Vize MTS U18 Meister mit enormer Matchpraxis dem zwar älteren aber untrainierten Kasra gegenüber.

Die 1. Mannschaft wurde zunächst ihrer Favoritenrolle gerecht und ging durch Siege von Andreas Bonsen gegen Simon Heß und von Heiko Kupreit gegen Elias Khani-Alemouti mit 2:0 in Führung. Dabei konnte sich Andreas schon in der Eröffnung einen Stellungsvorteil erarbeiten und in der Folge in ein Turmendspiel mit 3 Mehrbauern abwickeln. Heiko bot Elias 2 "vergiftete" Bauern an, die dieser unbedarft schlug und darauffolgend in eine verlorene Stellung kam. Seine Figuren waren nicht entwickelt und Heiko konnte seine Drohungen sukzessive verstärken und enormen Materialgewinn verbuchen.

Mit dem sicheren Vorsprung und ausgeglichener Stellung remisierte Heinz-Gerhard gegen Thomas Jacobs zum 2,5:0,5.

Danach nahm das Match eine dramatische Wendung.

Zunächst konnte Martin Köcher an Brett 3 gegen unseren Neuzugang James Beerbower eine Unachtsamkeit in der Eröffnung nutzen und auf f7 einen Bauern gewinnen und danach die Königstellung seines Gegners ruinieren. Der in der Mitte stehende König wurde zur Zielscheibe. Durch Öffnung der Mitte, inklusive Figurenopfer kam es zur tödlichen Stellung mit Turmgewinn und Mattdrohungen, die zur Aufgabe von James führten.

Unmittelbar danach konnte Gerd Kronenburg den entscheidenden Schlag zum Partiegewinn gegen Matthias Zwack setzen. Nach einer Ungenauigkeit von Matthias in der Eröffnung waren zu viele ungedeckte Figuren auf der c-Linie, die zu Fesslungen und Abzugsmöglichkeiten führten. Matthias gab die Dame für Turm und Leichtfigur, um weiter auf Sieg zu spielen. Gerd konnte allerdings seinen Freibauern bis auf die 7. Reihe treiben und drohte zum Schluss, seine Dame gegen einen Turm zu opfern und im nächsten Zug einzuziehen. Es stand 2,5:2,5!

An Brett 2 wurde vor Beginn von Bernd Kronenburg klargestellt, das er heute gewinnt und Matthias Hanak keine Chance hat. Doch wer Matthias kennt, der weiß, dass er sich davon nicht beeindrucken lässt und ruhiges und teils sogar sehr schönes Schach spielt. So auch in dieser Partie: Bernd stellte seine Leichtfiguren etwas unbedarft sehr weit nach vorn, ohne Rückzugsmöglichkeiten zu kalkulieren. Durch geschickte Bauernzüge konnte Matthias eine Figur gewinnen und infolgedessen sowohl seine Freibauern auf dem Damenflügel laufen lassen, als auch mit seinen Figuren Druck auf den König ausüben. Bernd musste aufgeben, so dass die 2. Mannschaft plötzlich führte.

An Brett 7 und 8 waren noch "heiße" Partien im Gange. Roland stand gegen den wesentlich stärkeren Thorsten hervorragend und konnte mit seinen Leichtfiguren eine Vielzahl von Drohungen aufbauen. Dabei ging es sowohl um Materialgewinn als auch um den direkten Königsangriff. Mit absoluter Konsequenz verfolgte er sein Ziel und er konnte einen Mattangriff aufbauen, der zur Aufgabe führte.

An Brett 8 hatten sich sowohl Ayman als auch Kasra interessante Optionen und Drohungen aufgebaut. Mit zunehmender Zeit war Kasra aber der größere Wille zum Sieg anzumerken. Er riskierte mehr und konnte schließlich den entscheidenden Schlag landen, der ihm den Vorteil für das Endspiel bescherte.

Somit stand es am Ende 5,5:2,5 für Raunheim 2. Ein Sieg, der vielleicht ein wenig damit zu tun hat, dass die 2 Mannschaft derzeit gut trainiert, völlig ohne Druck ist und eine gewisse Lockerheit hat.

 

Martin Köcher

27.09.2015 Erster Spieltag: 3,0:5,0 Auftaktniederlage in Höchst

Mit einigem Selbstbewusstsein fuhren wir nach Höchst, um dort mit einem Sieg einen guten Saisonstart hin zu legen.  Prinzipiell waren wir zwar an den meisten Brettern DWZ-mäßig schlechter, aber das hat ja nicht immer etwas zu bedeuten.

Schon nach kurzer Zeit endete die Partie an Brett 1 für Andreas Bonsen remis. Sei Gegner hatte wohl die Niederlage der letzten Saison im Hinterkopf und Andreas ging wohl nicht davon aus, dass eine Wiederholung des Triumpfes recht unwahrscheinlich war.

Danach erhielten wir von Seiten der Höchster Mannschaft an verschiedenen Brettern Remis-Angebote und konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, dass man an den Brettern 3 und 4 gewinnen und den Rest ausgeglichen halten wollte.

Tatsächlich spielte ich wenig später an Brett 7 in einer von Bauern zugestellten Stellung remis, hätte aber nach eingehender Analyse im Leichtfigurenendspiel eine Gewinnchance gehabt.  Ebenso folgten Heinz Gerhard an Brett 5 und James an Brett 2 mit Remis. Beide hatten unklare Stellungen und für sie als auch für die Gegner war das Risiko zu groß, auf Sieg zu spielen.

Bernd hatte an Brett 3 einen zentralisierten König, den der Gegner als großen Schwachpunkt identifizierte und zunehmend bedrängte. Das Gegenspiel war nicht zwingend genug, so dass Bernd aufgeben musste. Erik konnte an Brett 8 all seine Routine nutzen und seinem Gegner durch einen geschickten Konter einen Bauern „klauen“. Clever und zielstrebig verbesserte er sukzessive seine Stellung und erzwang einen Abtausch aller Figuren, so dass schließlich nur noch seine zwei verbundenen Freibauern auf dem Brett waren. Sein Gegner konnte nur noch aufgeben.

Beim Zwischenstand von 3:3 mussten sich Matthias und Thorsten in eindeutig schlechterer Stellung behaupten und versuchen, wenigstens auf 4:4 zu kommen. Matthias konnte nach dem Damenabtausch die Partie nicht mehr halten und verlor kurz nach einander zwei Figuren.

Nun blieb es an Thorsten, den Punkt zu retten. Nachdem er in besserer Stellung durch eine falsche Zugfolge im Mittelspiel eine Qualität verloren hatte, versuchte er Gegenspiel zu bekommen. Durch geschickte Positionierung gelang es ihm, Druck auf der h-Linie aufzubauen und seine Mehrbauern in Bewegung zu setzen. Nach Mattdrohungen auf beiden Seiten und mehreren schwachen Zügen beider Spieler ergab sich tatsächlich ein Gewinnweg für Thorsten. Mit direktem Spiel und Abtausch hätten die verbundenen Bauern zum Sieg führen können. Thorsten wählte allerdings eine komplizierte Kombination, die absolut schön aussah, von seinem Gegner aber widerlegt werden konnte.

Mit diesem Verlust stand es 3:5 und wir fühlten uns an die letzte Saison erinnert, als wir zeitweise auch wenig Matchglück hatten.

 

Martin Köcher