1. Mannschaft 2025/26
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01.02.2026 Sechster Spieltag: 4:4 bei Hattersheim 2 - Punktverlust oder Punktgewinn
Voller Vorfreude und voller Selbstbewußtsein fuhren wir am Sonntag nach Hattersheim zum Tabellenvorletzten, um dort einen Sieg einzufahren. Wir waren praktisch in Bestbesetzung unterwegs und hatten auf dem Papier an jedem Brett mehr DWZ Punkte. Doch das heißt gar nichts, wie wir am Ende des Nachmittags feststellen durften. Hattersheim hatte den klaren Willen, uns nichts zu schenken. Und so spielten sie auch - mutig und unerschrocken.
Zunächst remisierte Heinz Gerhard an Brett 6 in einer Stellung mit 2 Türmen, 7 Bauern und ungleichfarbigen Läufern. Bis dahin sahen alle Bretter recht vernünftig aus und insgesamt schien es gut für uns zu laufen. Daher schien das auch ok zu sein. Dann kam Matthias an Brett 5 in Zeitnot und musste noch 15 Züge machen. Diese spielte er auch ausgezeichnet, doch im Moment, in dem der große Showdown vorbei war und alles in Richtung remis lief, schlug er beim Damentausch mit dem Turm statt mit dem König zurück und verlor die Qualität und anschließend die Partie. Diesen Rückstand konnte ich an Brett 6 wettmachen. In einer zunächst materiell ausgeglichen Partie gewann ich zunächst 2 Bauern, gab sie später wieder zurück und gewann dafür eine Figur plus entscheidenden Mattangriffe.
Mit diesen zwischenzeitlichen Unentschieden im Rücken und 3 gutaussehenden Stellungen an Brett 1 bis 3 remisierte Heiko an Brett 8. Er hatte zwischenzeitlich die Möglichkeit, in eine vorteilhafte Stellung mit sehr guten Gewinnchancen abzubiegen, ließ diese aber ungenutzt und verlor einen Bauern. Mit ungleichfarbenen Läufern manövrierte er sich dann aber sicher in eine Remisstellung.
Währenddessen kippten aber an Brett 2 und 4 die Partien und unsere beiden Simons kamen in Bedrängnis. Ihre naturgemäß offensive Spielweise wurde ihnen zum Verhängnis. Simon Hess stand an Brett 2 klar besser, hatte Raum, Aktivität und starken Angriff. Er öffnete dann zusätzlich seinen Königsflügel und wurde dadurch "nackig". Sein Gegner wehrte sich geschickt und setzte zum Gegenangriff an. An Brett 4 hatte Simon Faber einen Bauern gegen Angriff gegeben. Allerdings stand sein König in der Mitte und sein Turm spielte nicht richtig mit. Nachdem viel getauscht wurde, stand er materialmäßig schlechter, hatte aber ein starkes Bauernpaar auf der 6. und 7. Reihe.
Bernd an Brett 2 hatte von Beginn an eine wilde Partie auf dem Brett, in der der gegnerische König bereits in der Frühphase durch ein Läuferopfer auf f7 angegriffen wurde. Dieses nahm der Gegner aber nicht an und durfte stattdessen im Laufe der Partie locker 30 Königszüge über das ganze Feld machen. Bernd investierte ein Qualität für Angriff und wurde belohnt: Dem Mattnetz konnte der König letzlich nicht entfliehen.
Thorsten an Brett 3 spielte wieder eine taktisch und technisch hervorragende Partie. Langsam und konsequent erarbeitete er sich Vorteile und konnte schließlich eine Figur und 2 Bauern gewinnen und das Spiel sicher nach Hause bringen. Hierbei muss ausdrücklich erwähnt werden, dass er aktuell mit 5 Punkten aus 5 Partien praktisch die beste Quote in der MTS hat und damit aktuell auf Topniveau unterwegs ist.
Zusammengefaßt hatten wir also 4 Punkte, doch dann ging die Partie von Simon Faber an Brett 4 verloren und Simon Hess kämpfte an 2 vergeblich um das Remis, so dass wir mit einem 4:4 nach Hause fuhren.
Zur Frage vom Anfang:
4:4 ist wahrscheinlich eher ein Punktverlust statt ein Punktgewinn.
Mit einem Sieg hätten wir den Abstand wesentlich vergrößern können. Nun bleibt Hattersheim zwar auf Distanz aber immer noch in Reichweite.
Zusammengefasst ist das Ergebnis sicher auch eine Konsequenz aus der offensiven Spielweise. Mit zurückhaltendem Spiel hätten beide Simons sicher ein Remis ermauern können, doch das ist nun mal nicht unser Stil. Manchmal führt der Slogan "Spaß am Spiel und Action auf dem Brett" halt auch mal zu einer Niederlage. Dafür hatten die Akteure aber 4 spannende Stunden und dafür stehen wir ja auf und investieren Zeit am Sonntag. Kleiner optimistischer Ausblick: Am Ende werden wir die nötigen Punkte holen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Martin Köcher
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14.12.2025 Fünfter Spieltag: Wichtiger 5:3 Erfolg gegen Höchst 1
Die erste Mannschaft trat mit der klaren Zielsetzung an, gegen Höchst einen Mannschaftssieg zu erkämpfen und damit ins Tabellenmittelfeld zu rücken.
Zunächst entwickelten sich fast alle Partien sehr ausgeglichen, bis auf meine: Im 5. Zug spielt ich mit schwarz f5-f4 und opferte in der Folge 2 Bauern für Stellung: Das Brett brannte. An Brett 1 sicherte sich Simon H. dann das erste Remis und Thorsten konnte an Brett 2 durch ein gutes Damenmanöver plötzlich einen Bauern und kurz danach durch einen herausragenden Springerzug eine Figur gewinnen, so dass der Gegner aufgab.
An Brett 4 konnte Matthias (Zwack) den König seines Gegners in die Mitte treiben und entscheidenden Materialvorteil gewinnen. Auch hier gab der Gegner auf. Kurz darauf fand Simon (Faber) an Brett 3 in ausgeglichener Endspielstellung den Gewinnzug leider nicht und wickelte in eine letzlich verlorene Variante ab. Damit stand es 2,5:1,5 für uns und die letzten 4 Bretter spielten noch.
Bei mir brannte nach wie vor das Brett. Matze an Brett 6 konnte sich aus einem Königsangriff befreien und griff dann selbst den gegnerischen König an. Rehan an Brett 7 hatte eine sehr komplexe Stellung auf dem Brett mit Angriff auf beiden Seiten. Keiner der Kontrahenten wollte aber ein Risiko eingehen und gegebenenfalls einen Mannschaftspunkt abgeben. Daher einigten sich beide auf ein Remis.
Thomas an Brett 8 konnte sich nach ausglichenen Partiebeginn sukzessive Vorteile erarbeiten und in ein Turmendspiel mit 3 Mehrbauern abwickeln. Nun war es eine Frage der Technik. In der Zwischenzeit remisierte auch Matze, sodass es 3,5 zu 2,5 stand.
Ich konnte an Brett 5 die 2 Bauern zurückgewinnen und hatte nun eine materiell ausgeglichene Stellung mit ungleichfarbenen Läufern. In Anbetracht des Zwischenstandes bot ich meinem Gegner ebenfalls Remis an, das er mit Blick auf Brett 8 dann auch annahm. Thomas gewann dort kurz darauf sicher und es stand verdient 5:3.
An allen Brettern haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt und können mit diesem Sieg beruhigt in die Winterpause gehen.
Martin Köcher
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09.11.2025 Vierter Spieltag: 2,5:5,5 bei Eppstein 2
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26.10.2025 Dritter Spieltag: 2,5:5,5 bei Kelkheim 1
Hätten wir besser gespielt, hätten wir gewinnen können. Nach dieser Weisheit sah es anfangs gar nicht aus. Zunächst liefen alle Partien in relativ ruhigem Fahrwasser. Ein Ausreiser war Thorsten, der mit einem vorbereiteten Figurenopfer gleich in der Eröffnungsphase für Furore sorgte. Den so erreichten Stellungsvorteil konnte er auch im Mittelspiel gut ausnutzen und in ein aussichtsreiches Endspiel einlenken und einen vollen Punkt einfahren.
Gerd konnte seinen Königsangriff nicht in Schwung bringen und einigte sich nach Figurentausch auf ein Unentschieden. Heiko hatte einige gute Züge drinnen, ließ den Gegner aber immer stärker aufspielen und verlor. Beide Simon lieferten spannende Partien ab, mussten sich zum Schluss aber doch geschlagen geben.
Matthias (Zwack) hatte mindestens eine stabile und ausgeglichene Stellung. Ein falscher Plan für das Endspiel brachte ihn in Nachteil und er verlor. Martin konnte früh einen Bauern gewinnen, den er besser nicht genommen hätte. Das bot dem Gegner einen guten Königsangriff durch die offene Linie. Obwohl er sich noch geschickt verteidigte, verlor auch er letztendlich sein Spiel.
Heinz Gerhard legte seine Partie zunächst eher auf Sicherheit an, versuchte keine Fehler zu machen, den Gegner immer mehr einzuengen und Figuren zu fesseln. Dieser Plan ging auch auf. Er gewann einen Bauern und erlaubte sich bewusst noch einen vereinzelten Doppelbauern um die Felder der gegnerischen Figuren einzuschränken. Der Doppelbauer entschied am Ende das Spiel. Bleibt nur der Trost, dass wir gegen den Tabellenführer verloren haben. Aber genau den wollten wir stürzen.
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28.09.2025 Zweiter Spieltag: 5,0:3,0 gegen Hofheim 4
Raunheim saß von Beginn an mit einem Punkt Vorsprung an den Brettern, da Hofheim in Unterzahl angetreten war. Gut für das Mannschaftsergebnis, schlecht für Simon H., der seine Spielstärke nicht zeigen konnte.
Thorsten spielte eine sehr schöne Partie gegen FM Reinhard Zunker und nutzte den Entwicklungsvorteil konsequent aus. Simon F. hatte in der Partie Material verloren und konnte sich nur bis zum bitteren Ende verteidigen. Den Punkt musste er seinem Gegner Überlassen. Ähnlich erging es Rehan gegen den 320 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Zwischenstand 2:2 und ausgesprochen gute Chancen auf volle Punkte an den Brettern 5 und 8.
Martin und Heinz G. durften ihre Partien nun nicht verlieren. Heinz Gerhard hatte die Möglichkeit auf Bauerngewinn mit Restrisiko für den Ausgang der Partie. Angesichts der Mannschaftspunkte verzichtete er darauf und bot Remis an, was der Gegner nach längerer Überlegung annahm.
Zwischenzeitlich hatte Matthias (Zwack) seinen Druck auf den Königsflügel ausgenutzt, Dame gegen Turm gewonnen und die Partie sauber zum Ende gespielt. Ähnlich erging es Matthias (Hanak) der konsequent auf Angriff spielte und den entscheidenden Punkt holte.
Martin stand lange Zeit unter Druck. Seinen Gegner hatte einen gut gedeckten Bauern auf der 7. Reihe platziert. Das Einzugsfeld zur Damenumwandlung konnte er aber nicht unter Kontrolle bringen. In der ausgesprochen offenen Partie kam es wie es kommen musste. Martin verteidigte wacker das Einzugsfeld und versuchte seine Figuren so zu platzieren, das er in ein Dauerschach einlenken konnte. Dies gelang ihm und der Endstand mit 5:3 stand fest.