06.11.2022 Vierter Spieltag: Raunheim 2 - Kelsterbach 2 2,5:3,5

Die Zweite konnte wieder nicht in Bestbesetzung antreten. Kasra fehlte, Gerd rückte in die Erste hoch. Ein enges Duell war zu erwarten und wurde es auch.

Nach einer halben und einer ganzen Stunde Spielzeit drehte ich mal meine Runden um die anderen Bretter. Überall ausgeglichenes Material. Wenig bis gar keine Figuren hatten die Bretter verlassen. Thomas an Brett 2 stand vielleicht schon etwas besser, weil sein Gegner immer noch nicht rochiert hatte.

Dann stellte Altmeister Erik an Brett 4 leider die Dame ein. Wir lagen 0:1 zurück. Thomas setzte meine Vermutung in die Tat um und gewann. Ausgleich 1:1.

Dann beendete ich meine Partie, ausnahmsweise mal nicht als Letzter. Mein Gegner machte viel Druck am Damenflügel, insbesondere auf der c-Linie. Zwecks Gegenspiel am Königsflügel gab ich den Bauern a6, der eh kaum zu halten war. Mein Königsangriff funktionierte nicht und nach erzwungenem Damentausch gewann ich zwar den Bauern zurück, hatte aber eine sehr schlechte Stellung. Die Partie war verloren. Ich beschleunigte das Ende durch einen großen Patzer. Spielstand 1:2 .

Collin an Brett 5 verlor die Qualität und einen Bauern, kämpfte aber weiter. Matze an Brett 1 hatte alle Schwerfiguren Richtung gegnerischen König gebracht und machte mit seinem La7 noch zusätzlichen Druck auf den Bauern f2. Das sah vielversprechend aus.

Bei Bernd brannte das Brett 6. Sein weißer König war bis g5 vormaschiert und stand seinem Kollegen dicht gegenüber. Alle vier Türme standen irgendwie dazwischen und drum herum. Bernd Königs hatte keine Felder mehr, war aber von seinen Bauern gut gedeckt. Die gegnerische Türme schützten ihren Monarchen und ein schwarzer Bauer auf f3 drohte zur Dame zu laufen. So meinte Schwarz Zeit zu haben, einen Bauern mit der Dame auf b2 zu gewinnen. Bernd übersah dann leider in schwieriger Stellung ein vier-zügiges Matt. Er gewann zwar Turm gegen Dame, aber Schwarz holte sich eine neue auf f1. Die Partie war verloren.

Collin erreichte mit viel Kampfgeist durch ein Springer-Dauerschach noch ein Remis, aber die Mannschaftsniederlage war damit besiegelt.

Matze tauschte bei seinem Angriff dann viele Figuren ab, um zwei Bauern und die Partie zu gewinnen. Eine sehr schöne Partie, die aber leider nichts mehr nützte. Endstand 2,5:3,5.

Roland Schmidt

09.10.2022 Dritter Spieltag: Bad Soden 3 - Raunheim 2  3,0:3,0

Raunheim 2 musste am dritten Spieltag auf einige Stammkräfte verzichten. Thomas, Matze und Erik an den ersten drei Brettern ließen sich davon nicht irritieren und holten sehr starke 2,5 von 3 möglichen Punkten. Allerdings trafen Collin, Bernd und der erstmals für Raunheim spielende Emmanouil auf überraschend starke Gegner. Emmanouil versuchte beim Spielstand von 2,5:2,5 alles, um ein Remis zu erreichen, musste aber letzten Endes auch die Hand zur Aufgabe reichen wie Collin und Bernd. So ging das Match etwas unglücklich knapp verloren.

Roland Schmidt

25.09.2022 Zweiter Spieltag: Raunheim 2 - Eppstein 2  3,0:3,0

Raunheim 2 musste wieder drei Spieler ersetzen. Thomas rückte erneut in die Erste auf. Gerd und Kasra fehlten. Mit Bernd, Chrissi und Collin hat wir aber wieder guten "Ersatz".

Der Matchplan lautete wieder an den hinteren Brettern voll zu punkten und vorne das eine oder andere Remis zu holen. Bernd erfüllte den Plan und gewann an Brett 4. Die Bretter 5 und 6 gingen dann allerdings bei Chrissi und Collin verloren. Wir lagen 1:2 zurück.

Die letzten drei Bretter waren gespielt und so musste halt doch vorne gepunktet werden. Erik an Brett 2 und Matze an Brett 1 spielten groß auf und drehten dann auch erfreulicherweise das Match zur 3:2 Führung. So musste Brett 3 mit den beiden Mannschaftsführern den Tag entscheiden. Ein Remis hätte gereicht, um den vollen Mannschaftspunkt zu holen. Ich kam auch gut aus der Eröffnung, die Partie war ziemlich ausgeglichen. Ich vergaß h5 zu spielen. So tat es mein Gegenüber und ich hatte einen schwachen Bauern auf h6. Das digitale Hirn fand heraus, dass das Spiel in diesem Moment zu Gunsten von Weiß kippte. Weiß stand auf Gewinn bis zum 66. Zug. Im 68. Zug und in Zeitnot vergab ich das plötzlich mögliche Remis. Endstand 3:3.

Wir wollten das Match gewinnen, aber wenn man sich im Nachhinein die angetretenen DZW-Zahlen anschaut, müssen und können wir zufrieden sein. Wir hatten im Schnitt DWZ 1500 an den Brettern, unser Gegner DWZ 1776 bei 4 Spielern. Zwei Spieler hatten noch keine DWZ. An den Brettern 1, 2, 3 und 5 hatten wir 91, bzw. 231, 326 und 556 DWZ Punkte weniger. Es hätte also auch ganz anders ausgehen können.

Roland Schmidt

11.09.2022 Erster Spieltag: Bad Soden 2 - Raunheim 2   1,5:4,5

Am ersten Spieltag der neuen Saison musste die Zweite die Bretter 1 bis 3 ersetzen. Matze und Thomas rückten in die Erste auf. Kasra musste leider aus beruflichen Gründen absagen. Die Nachrücker Joshua, Bernd und Collin sollten aber einen sehr erfolgreichen Tag haben. Aber im Detail:

Joshua fegte an Brett 4 seinen Gegner dank zweier Freibauern vom Brett und brachte uns in Führung. Gerd patzte dann leider in ziemlich ausgeglichener Stellung an Brett 2. Ausgleich 1:1.

Collin - erstmalig für Raunheim am Start – gewann im Laufe der Partie zwei Bauern und spielte das Endspiel souverän nach Hause. Erneute Führung 2:1.

Ich hatte an Brett 1 zu Beginn ein starkes Zentrum, Möglichkeiten auf Angriff zu spielen, fand aber nicht den richtigen Plan und verlor sogar am Damenflügel einen Bauern. Bernd an Brett 5 hatte mittlerweile eine Mehrfigur und stand klar auf Gewinn. Ich konnte mit meinen Schwerfiguren trotz Minusbauern Druck am Damenflügel aufbauen und bot aufgrund des Spielstands Remis an, was mein Gegner nach einigen Minuten der Überlegung auch annahm. 2,5:1,5.

Als bei Bernd die Damen vom Brett entfernt waren, sah sein Gegner seine Chancenlosigkeit gegen eine Mehrfigur ein und gab auf. Unser Sieg stand fest 3,5:1,5.

Bei Altmeister Erik brannte das Brett 3. Sein Gegner stellte massive Mattdrohungen auf der g-Linie auf, übersah auch vermutlich den einen oder anderen Gewinnzug. Erik wehrte sich mit all seiner Routine und beendete sein Spiel und das Match mit einer Springergabel auf König und Dame. Endstand 4,5:1,5.

Die drei „Ersatzspieler“ holten drei Punkte aus drei Partien. 100% ! Glückwunsch ! So kann es weitergehen. Bereits in zwei Wochen erwarten wir Zuhause Eppstein 2, was schwerer werden dürfte aber nicht unmöglich.

Roland Schmidt